Die Folgen der Globalisierung (der fehelnden Zollgrenzen): globaler Dumginglohnwettbwerb

 

Welches sind die Folgen der Globalisierung?

Von Manfred Julius Müller

 

 

Welches sind die Folgen der Globalisierung? Um diese Frage korrekt beantworten zu können, sollte zunächst einmal eine Definitionsbestimmung erfolgen. Als Globalisierung kann man genau genommen nur das bezeichnen, was sich im Vergleich zu früher konkret verändert hat. Den wachsenden Welthandel gab es schon immer, die Weiterentwicklungen im Produktions-, Informations- und Transportwesen ebenfalls.

Entfacht wurde die Globalisierung in erster Linie durch den Abbau von Zöllen. Diese Maßnahme erlaubte es dem Kapital, die Produktion dorthin zu verlagern, wo immer es gerade am günstigsten war, wo also die niedrigsten Löhne, Steuern, Sozial- und Umweltstandards anfielen. (Erläuterungen...)

 

Die Folgen der Globalisierung:
1. Das Kapital erhält das Zepter der Macht

Für das Kapital gleicht die Globalisierung dem Paradies auf Erden. Denn die Globalisierung erlaubt es endlich, die Regierungen und Völker dieser Welt gegeneinander auszuspielen.
Staaten, die "unflexibel" sind und sich weigern, beim Unterbietungswettbewerb der Unternehmenssteuern, Sozial- und Umweltstandards mitzumischen, werden von den Investoren gemieden. Nicht viel besser geht es den Arbeitnehmern in den Hochlohnländern. Wenn sie nicht auf die neue Konkurrenz in Asien und Osteuropa mit Lohnverzicht reagieren, wird die Fabrikation eben ausgelagert. (
Näheres...)

 

Die Folgen der Globalisierung:
2. Produktion fernab der Konsumenten ...

Anfänglich begründeten viele Hersteller ihr Outsourcing noch damit, sie müssten in den ausländischen Märkten mit eigenen Fabriken präsent sein. Doch diese Vorliebe zur Kundennähe gestaltet sich fast immer nur einseitig in eine Richtung, wenn es nämlich um Produktionsverlagerungen ins Billiglohnland geht.
Die Konzerne dagegen halten offenbar wenig von der Notwendigkeit, auch in den Hochlohnländern vor Ort zu produzieren. Sie sehen die Hochlohnländer vor allem als große Käufermärkte, weniger aber als Produktionsstandort.

Es ist wie ein Gottesgeschenk: Dank der Globalisierung (des Zollabbaus) können die Konzerne Produkte im Billiglohnland für wenig Geld herstellen lassen und im Hochlohnland für horrendes Geld verkaufen (die "altmodischen" Zölle vermasseln diese lukrative Strategie, weil die Einsparungen der Dumpinglohnproduktion durch den Importzoll aufgezehrt werden). Die Gewinne vieler Aktienkonzerne konnten sich auf diese Weise in den letzten 20 Jahren vervielfachen, während die Reallöhne sanken.

Welche Vorteile soll es bringen, wenn wir die meisten unserer Gebrauchsgegenstände nicht mehr im eigenen Lande herstellen können?
Denn trotz der Billigimporte sinkt die Kaufkraft (weil die niedrigen Gestehungskosten oft nicht weitergegeben werden, hohe Vertriebs- und Transportkosten anfallen, der Sozialstaat wegen hoher Arbeitslosigkeit immer teurer wird, der globale Lohndumpingwettbewerb die Reallöhne senkt usw. )
Eine Anhebung der Zölle würden diesen absurden Teufelskreis beenden.

 

Die Folgen der Globalisierung:
3. Der Umweltschutz wird zur Nebensache

Viele Hersteller verlegen ihre Produktion nur deshalb ins Ausland, weil dort lasche Umweltauflagen gelten. Somit kommt es zu einem Unterbietungswettbewerb in diesem sensiblen Bereich.
In der Produktion spielen die Energiekosten eine gewichtige Rolle. Wenn Kraftwerke auf teure Filteranlagen verzichten dürfen, wird dieser Frevel auch noch zum Standortvorteil. Auch der durch die Globalisierung ausgelöste Warentourismus erweist sich als umweltfeindlich. Abermillionen Tonnen Feinstaub und CO2 werden dadurch unnötigerweise in die Luft geblasen.
Allein am Feinstaub erkranken oder sterben jährlich zigmillionen Menschen. Und in die Ozeane werden durch die Handels- und Containerschiffe im Jahr etwa 300.000 Tonnen Altöl abgelassen. Ohne globalen Dumpingwettbewerb
wäre eine ökologische Revolution ein Kinderspiel.

 

Die Folgen der Globalisierung:
4. Weltweiter Kampf um den Arbeitsplatz

Der Kampf um die Arbeitsplätze wird durch die Globalisierung immer härter. Servicekräfte in deutschen Luxushotels wären heute oft schon froh, wenn Sie für einen realen Stundenlohn von vier Euro arbeiten dürften (sie nach Zeit und nicht nach unerfüllbaren Leistungsvorgaben bezahlt würden).

Aber auch die Entgeltung gutausgebildeter Akademiker verschlechtert sich zusehends. Inzwischen verdienen Hochschulabsolventen im Durchschnitt inflationsbereinigt weniger als vor der Globalisierungswelle (vor 1980). Zudem stiegen die Anforderungen, kam es zunehmend zu Leistungsverdichtungen.
Die Perversion des Erfolgs- und Konkurrenzdruckes fängt oft schon bei der Dressur der Kinder an. In den USA z. B. sitzen bereits 3jährige auf der Schulbank, um chinesisch zu pauken. Die gepriesene "
internationale Arbeitsteilung" hat nie funktioniert.

 

Die Folgen der Globalisierung:
5. Wirtschaftswachstum und Wohlstandsabbau

Es ist eigentlich ein unfassbares Paradoxon: Da wächst beständig (auch seit 1980) die Wirtschaft, die Produktivität steigt ebenfalls, und trotzdem sinkt der Wohlstand bzw. der reale Nettolohn. So unglaublich dieser Vorgang allein schon ist, genauso erstaunlich ist, dass dieses Phänomen kaum jemanden mehr aufregt und keine öffentliche Debatte auslöst.

 

Die Folgen der Globalisierung:
6. Generation No Future

Wie sehen die Zukunftschancen für die jungen Leute aus in einer Welt des gnadenlosen Wettbewerbs? Die Inder können von einem 100-Euro-Monatslohn eine ganze Familie ernähren, in Deutschland würde der gleiche Betrag bestenfalls für 2 Tage reichen.

Steht nicht zu befürchten, dass angesichts dieser gravierenden Unterschiede (Währungsdumping) immer mehr Arbeitsplätze in die Billigwelt abwandern? Was kann in 10 oder 15 Jahren überhaupt noch in Deutschland hergestellt werden, wenn wir weiter auf den uneingeschränkten zollverachtenden Freihandel setzen? Über dieses Grundsatzproblem können auch kleine zeitlich begrenzte Konjunkturerholungen nicht hinwegtäuschen.

 

Die Folgen der Globalisierung:
7. Grenzenlose Spekulation und unkontrollierbare Finanzmärkte

Die Globalisierung erweist sich als Eldorado für alle Glücksritter, Spekulanten und Betrüger. Im Gegensatz zu früher ist es den Staaten heute kaum mehr möglich, die notwendige Kontrollfunktion über den Kapitalverkehr auszuüben. Somit bilden sich immer wieder dicke Spekulationsblasen, die nicht nur die Weltwirtschaft gefährden, sondern auch den Binnenmärkten die Kaufkraft entzieht. (Mehr dazu...)

 

 

Ist die Globalisierung Basis unseres Wohlstandes?
Und leben wir auf Kosten der anderen?

Ausführliche Abhandlung über die Folgen der Globalisierung

"Deutschland profitiert..." Die dreisten Parolen der Demagogen.

Bundestagswahl 2017: Faktencheck

 

 

Home (Eingangsseite www.globalisierung.com.de mit vielen weiterführenden Links)

Impressum

© Manfred J. Müller, Flensburg


Ab sofort im Buchhandel lieferbar (auch in den USA):

"Meckern kann jeder - wenn es jedoch um einleuchtende Schlussfolgerungen und realisierbare Gesamtkonzepte geht, verstummen die meisten Kritiker!"

Die Welt ist anders, als uns vorgegaukelt wird!
Die Menschheit wird systematisch verdummt! Globalisierung und EU funktionieren nicht so, wie man uns einzureden versucht. Deshalb erleben wir seit über 30 Jahren einen beispiellosen Reallohnabstieg trotz stetig steigender Produktivität.

Wer dieses merkwürdige Paradoxon verstehen möchte, findet im Buch "DAS KAPITAL und die Globalisierung" die entlarvenden Antworten. Ohne falsche Rücksichtnahmen werden die schlimmsten politischen Irrtümer und Fehler aufgedeckt und die überfälligen Korrekturmaßnahmen angemahnt.

Die Dominanz der Konzerne, der ewige Monopolisierungstrend, die unselige Steuerflucht, die Abhängigkeit vom spekulativen Weltfinanzsystem und Turbokapitalismus ließen sich mit wenigen Eingriffen beenden - man muss es nur wollen. Es bedarf nicht einmal utopischer Wunschvorstellungen (internationaler Abkommen), wie manch prominente Ökonomen sie immer wieder scheinheilig anmahnen - jeder souveräne Staat kann autark handeln!

DAS KAPITAL und die Globalisierung
Plädoyer für die Entmachtung des Kapitals und die Rückbesinnung zur Marktwirtschaft.

Autor Manfred J. Müller, 172 Seiten, Format 17x22 cm,
13,50 Euro

Bestellung über www.amazon.de, www.buchhandel.de, www.ebook.de, www.thalia.de, www.hugendubel.de, www.buecher.de
Auch im stationären Buchhandel erhältlich (muss dort aber oft erst bestellt werden).

Was macht es für einen Sinn, den wirklich relevanten Fragen ständig auszuweichen?

 Manfred Julius Müller analysiert seit über 30 Jahren weltwirtschaftliche Abläufe. Er ist Autor verschiedener Bücher zu den Themenkomplexen Globalisierung, Kapitalismus und Politik. Manche Texte von M. J. Müller fanden auch Einzug in Schulbücher oder werden zur Lehrerausbildung herangezogen.

Aktuelle Bücher von Manfred Julius Müller:
DAS KAPITAL und die Globalisierung - nur Euro 13,50
DAS KAPITAL und die Weltwirtschaftskrisen - nur Euro 5,80
DAS KAPITAL und der Sozialstaat - nur Euro 7,90
RAUS AUS DER EU oder durchhalten bis zum Untergang? - nur Euro 5,90
Der Freihandelswahn - nur Euro 6,50
Menschlichkeit kennt keine Grenzen. Dummheit aber auch nicht! - nur Euro 6,80