Tabuthema Aufstocker:

Gibt es wirklich "nur" eine halbe Million Geringverdiener, die die Möglichkeiten der Aufstockung nicht nutzen?

Wieder einmal wird versucht, ein eklatantes Unrecht herunterzuspielen!
Zwar wird mittlerweile eingeräumt, dass viele Geringverdiener die Möglichkeiten der Gehalts-Aufstockung über Hartz IV nicht nutzen - aber es wird in diesem Zusammenhang immer nur von 500.000 Betroffenen gesprochen.

 

Der Trick: Viele soziale Hilfen fallen unter den Tisch!

Dabei wird die Zahl der Anpruchsberechtigten nur durch einen simplen Trick künstlich niedrig gehalten: Die Aufstockung bekommt nur, wer mit seinem Verdienst noch unter den Hartz-IV-Regelsätzen liegt.

Jeder potentielle Aufstocker wird bei Antragstellung behandelt wie ein Erwerbsloser - er muss die gleichen Anträge ausfüllen und fällt bereits aus dem Unterstützungsprogramm, falls er die Freigrenzen für anrechenbare Vermögenswerte überschreitet.

Der entscheidendere Punkt aber ist, dass viele soziale Hilfen (Suppenküchen, Tafeln, Kleiderkammern, GEZ-Gebührenbefreiung, Lehrmittelbeihilfen, Umzugshilfen, Renovierungszuschüsse usw.) nicht ebenfalls wie die Warmmiete vom Nettogehalt abgezogen werden.

Wer also ein wenig über den Hartz-IV-Regelsätzen verdient, kommt nicht in den Genuss der vielen segensreichen kostenlosen Zusatzleistungen.
Aus diesem Grund stehen sich schätzungsweise fünf Millionen Normalverdiener (und eben nicht nur 500.000) finanziell deutlich schlechter als Erwerbslosenfamilien.
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 © M. Müller, Flensburg

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M. Müller analysiert seit 30 Jahren weltwirtschaftliche Zusammenhänge und veröffentlicht brisante Aufsätze zu den heikelsten Themen. Er entwickelte neue Wirtschaftstheorien, die weltweit neue Maßstäbe setzten und in manchen Ländern in wichtigen Bereichen die Gesetzgebung beeinflussten. Seine Websites erreichen im Jahr etwa eine Million Besucher. Inzwischen sind auch einige Bücher erschienen, u. a. die Trilogie "DAS KAPITAL".